Zandra Rhodes

7. Juli 2016

Natürlich habe ich lange vor Start meines Blogs, darüber nachgedacht wie er aussehen soll, über was ich schreiben möchte und in welcher Form ich mich ausdrücken kann. Eine ganze Weile habe ich also eine bestimmte Vorstellung davon in meinem Kopf herumgetragen.

Bevor ich endgültig an die Startlinie gehen konnte, stand sofort die Frage im Raum, mit welchem Beitrag soll ich beginnen. Welche Geschichte soll meine Blogreise ins Rollen bringen?

Und ich begann mich an meine Anfänge zu erinnern. Wer hat mich so inspiriert, dass ich mich näher und ausführlicher für Mode zu interessieren begann, als andere Mädchen in meinem Alter?Wer hat mich dazu gebracht eine Zeitschrift zu kaufen und lange Zeit auch aufzuheben (hat meine Mutter in den Wahnsinn getrieben)?

Und da erinnerte ich mich wieder. An Farben, die sich quasi ins Auge brennen und an Muster in die man sich einwickeln möchte. Anfang der 80er Jahre , als ich mit Karracho in die Pubertät sprang, da ging an dieser Frau kein Weg vorbei: Zandra Rhodes!

Überall war sie abgebildet mit ihren grell geschminkten Augen, und ich dachte, genauso muss Make up aussehen. Künstlerisch, exzentrisch mit tollen Farbverläufen und noch tolleren Farbkombis. Und das alles noch ohne Airbrush. Zandra Rhodes hat das Erbe der psychedelischen 60er und 70er Jahre eingesammelt und sich als minimiertes Kunstwerk ins Gesicht gemalt. Großartig! Der Look war berauschend und inspirierend. Keine Chance ignoriert zu werden.

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Ich kann bezeugen, dass Frau Rhodes ihren Look kreierte, lange bevor Cindy Lauper viel Spaß in ihren Videos zelebrierte. Und noch länger bevor eine gewisse Lola durch Berlin rannte, tauchte Zandra Rhodes ihren Haarschopf in grelles, sattes Erdbeerrot, manchmal auch in pures Magenta.

So ein Look eignet sich natürlich nicht für den natürlichen Style, sondern passt haargenau zu Rhodes exzentrischen Stoffdessins.

Was ich besonders an ihren Dessins liebe, ist die, trotz greller Farbpalette, optimale Ausgewogenheit ihrer Muster. Sie sind unglaublich detailliert und künstlerisch gestaltet. Bis heute entwickelt Zandra Rhodes Stoffe, Schmuck und Interior Designs und präsentiert ihre Kollektionen bei der London Fashion Week. Sogar Opernstücke stattet sie mit ihren satten Farben und typischen Rhodes-Stoffen aus.

 

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Einziger Kritikpunkt, Zandra Rhodes ist mit Leib und Seele Textildesignerin und keine Modedesignerin. Sie kümmert sich wenig um Schnitte und Proportionen. Die Stoffe werden um die Dessins herum geschnitten, und dann erst zu einem Kleidungsstück entwickelt. Die Dessins sind also immer Mittelpunkt ihrer Kollektionen nicht Teil davon, was schade ist. Ich behaupte einfach man könnte aus ihren Stoffen bessere Mode kreieren, aber das ist meine ganz persönliche Meinung.

 

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Hier habe ich mich von Zandra Rhodes‘ Farben und Mustern inspirieren lassen und versucht was Eigenes zu kreieren.

 

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2 Comments

  • Reply Lisa 8. Juli 2016 at 14:21

    Sehr schöner Blog. Ich liebe deine Zeichnungen!!!!!

    Alles Liebe,
    Lisa von http://www.fashiontamtam.com

  • Reply janin 8. Juli 2016 at 16:40

    Liebe Lisa,

    vielen Dank. Jetzt fängt die Arbeit erst an, aber ich freu mich drauf, lg, Janin

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